i\'m just killing lately
Some thoughts - nothing much...

Irgendwas ist komisch.
Ich fühle mich wieder so leer und ausgebrannt, hoffentlich liegt es nur daran, dass ich zur Zeit Krank bin.
Nach 5 Monaten zum ersten Mal wieder Krank, ich war richtig stolz auf mich! Und jetzt hat sich das so schnell wieder gelegt. Ich bin Krank. Mal wieder... Und wieder eine Woche am Stück. Ätzend.

Heute treffe ich mich mit einer Freundin, wir wollen nach langem mal wieder richtig trainieren und anschließend einen Dvd Abend bei mir dranhängen. Haben bald ja auch wieder nen Auftritt, da wirds langsam Zeit.
Trotzdem kann ich mich irgendwie nicht darauf freuen... Ich hoffe echt, dass sich das noch ändert bis später!

Außerdem versuche ich zu verdrängen das Er sich nicht meldet. Sollte mich eigentlich nicht großartig stören, im schreiben war er ja noch nie gut, von Anfang an. Und wir schreiben ja schon manchmal, ist halt nur doof das ich ihn immer anschreiben muss, aber er scheint sich eigentlich immer zu freuen. Und da ich ihn nicht nerven oder zu viel verraten möchte (in Hinsicht auf meine Gefühle) kommt das höchstens 2 mal die Woche vor.
Er wohnt auch etwas weiter weg und will sich auf sein Studium konzentrieren, hat dementsprechend halt auch viel zu tun. Ich frage mich nur was ich selbst denke. Wir sind ja nicht zusammen, daher habe ich kein Recht irgendwas zu verlangen, aber trotzdem... irgendwie vermisse ich ihn schon.

Seit meinem ersten Eintrag im Blog bin ich irgendwie in einer Art Grauzone. Ich bin weder richtig traurig, noch fröhlich. Es ist wie als wäre ich in Watte gepackt.
Wenn ich ehrlich bin muss ich aber auch gestehen, dass ich mich auch vor dem nächsten Eintrag gedrückt hab. Irgendwas hält mich davon ab klare Gedanken zu fassen, aber ich kann nicht sagen was.
Ich hoffe das legt sich bald, aber vielleicht muss ich mich auch nur einfach daran gewöhnen jetzt sowas wie ein "Tagebuch" zu führen... Konnt ich noch nie. Sieht man warscheinlich auch an dem Durcheinander hier..?

Die letzten Tage habe ich relativ wenig gegessen, heute dafür aber umso mehr.
Ganze 3 Graubrotscheiben mit fettarmer Salami, 2 mittelgroße Frühlingsrollen, 2 Fruchtzwerge und eine Kugel Schokoeis. Und ich befürchte heute Abend kommt noch ein wenig was dazu.
Vorgestern morgen hat die Waage noch 64,4kg angezeigt, heute traue ich mich nicht drauf.
Ab morgen muss auf jedenfall wieder etwas mehr aufpassen, schließlich muss ich nächstes Wochenende auf eine Hochzeit!
Und ich hab noch nicht mal ein Kleid... Ich hasse Kleider...

Ich will versuchen ab jetzt min. jeden zweiten Tag etwas zu schreiben, hoffe mal das krieg ich hin!

3.9.11 19:17


my life and my little dreams...

Bin neu hier, daher fang ich vielleicht am besten mal von vorn an... (ich versuche es kurz zu halten, aber schonmal im voraus: Sorry falls es zum Roman mutiert!).

In einer gläubigen Familie aufgewachsen war ich von Kinderbeinen an nur da um gut zu sein. Gut vor den Nachbarn, gut in der Schule, im Sport, in allem. Immer lieb und brav, ich musste allen gefallen, damit alle sehen was für eine tolle Familie wir angeblich sind. Ich habe zwar Geschwister, aber die sind 12 und 16 Jahre älter als ich. Sie haben einfach ihr eigenes Leben gelebt, oder sogar mitgemacht (vielleicht auch unbewusst). Und sie zeigten mir oft genug das ich nicht dazu gehörte. "Du wurdest auf dem Müll gefunden!" - um nur ein Beispiel zu nennen.

Meine "Eltern" waren streng. Keine Liebe. Keine Emotionen, wenn dann nur Kälte und vielleicht sogar Hass. Ich wurde Emotional zum Krüppel. Ich wurde geschlagen und gehasst und war an allem was passierte Schuld. Ob ich damit etwas zu tun hatte oder nicht.

Kein Kind, eine Puppe die funktionieren und gehorchen musste, immer.

Mit 7/8 war ich soweit, dass ich heimlich mit Hilfe meiner Schwester ein Sparbuch aufgemacht habe und von da an die Cents und Mark (später dann Euro) die ich finden konnte einzahlte, um irgendwann da raus zu kommen. Ich nahm es, ja, immer ganz wenig damit es nicht auffiel. Und auch nur von meinen Erzeugern.
Irgendwann mit 11/12 war ich geistig aber so zerstört, dass ich auch das nicht mehr konnte. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits knapp 1500-2000€ zusammengespart.
Auch schlug ich ihnen vor mich ins Internat zu stecken, aber dafür war ihnen das Geld zu schade.
Aber ich war bereits so tief in diesem Loch drin, das mein Körper einfach nur noch funktionierte. Mit 15 gab auch der auf. Ich sah keinen Sinn mehr, in nichts. Ich ging nicht mehr zur Schule, war einfach nur noch eine leere Hülle. Und dabei war ich im Kindergartenalter noch so frech und lebhaft - zumindest sieht es auf den Bildern so aus (diese Fotos enden aber im Alter von 7/8). Das hatten sie mir gründlich ausgeprügelt.
Mit 16 war es dann kurz vor 12. Nachts war ich nur noch unterwegs, hab mich selbst verletzt um überhaupt irgendetwas zu spüren. Davon bekam aber keiner etwas mit - wollten sie warscheinlich auch gar nicht.
Bis dann die Schule das Jugendamt verständigte. Einer ehemalige Klassenlehrerin sei Dank, die ein wenig von mir wusste.
Als dann der Typ vom Jugendamt kam ging alles ganz schnell.
"Willst du hier raus?" "Ja." "Bist du sicher?" "Ja."

Hier setze ich einen Cut. Wie gesagt, das hier ist nur die ganz kurze Fassung, viele Einzelheiten und Abschnitte fehlen. Es wird aber bestimmt noch einiges Folgen.

Heute bin ich 21, immer noch in der Jugendhilfe, allerdings wohne ich seit Jahren alleine. Ich habe es irgendwann irgendwie geschafft aus diesem Loch rauszuklettern und bin aufgestanden. Es hat lange gedauert, ja, ich habe immer noch Probleme ohne "Masken" zu leben um irgendetwas vorzuheucheln. Auch gibt es ab und an Rückschläge, aber ich versuche immer dem Loch auszuweichen. Aber die Mauer um mich herum bleibt und schützt mich.
Mit meiner Familie habe ich von meiner Seite aus den Kontakt abgebrochen - von Anfang an - da alles was von ihnen kommt Schuldzuweisungen, Ermahnungen, Befehle und Beschimpfungen sind.
Die Einzelgängerin, die ich einmal war, bin ich auch nicht mehr - was wirklich ein Wunder ist.
Aber manchmal kommen die Gedanken zurück, genauso wie jetzt, und auch wenn ich heute Freunde habe bin ich immernoch ein Mensch der es lieber mit sich selbst ausmacht als andere damit zu belasten.
Ich erhoffe mir durch diesen Blog etwas freier von diesen Gedanken leben zu können. Damit möchte ich mich selbst besser Kennenlernen und verstehen.

Außerdem möchte ich meine Vertrauens- und Beziehungsängste überwinden, vorallem da ich jemanden mag, auch wenn es so aussieht als würde er mich nicht so mögen wie ich ihn.

Als ich in die Jugendhilfe kam wog ich 46kg, heute 66 bei 1.70cm Körpergröße... Ich möchte wieder abnehmen, mich endlich verlieben, mich selbst verwirklichen und nur noch MEINE Träume verwirklichen.

Nicht mehr für Andere sondern nur noch für mich selbst - trotz Rückschlägen möchte ich meine kleinen Träume nicht aufgeben!

Aber für heute habe ich genug geschrieben (tut mir Leid für den Roman!). Für alle die, die es wirklich geschafft haben alles zu lesen: Vielen Dank und ich hoffe es hört sich nicht allzu nervig an, aber ich musste es einfach mal niederschreiben, bevor mein Hirn explodiert...

Gute Nacht allerseits!

30.8.11 00:55


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